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Forschung und Entwicklung

 

Wir sprechen nicht nur über Innovation, sondern betreiben aktiv Forschung und Entwicklung um unseren Kunden immer neue Verfahren zur Verfügung stellen zu können. Dabei stehen Kosteneffizienz und Prozesssicherheit im Zentrum unserer Bemühungen. Die folgenden drei patentierten Technologien sind eindrucksvolle Beispiele unseres Erfindungsreichtums. Dieser wurde mehrfach durch den Technischen-Teile-Preis des GKV ausgezeichnet.

 

folioWood

Vom Rohfurnier zur hochwertigen Kunststoff- Komponente mit Echtholz-Oberfläche: Zunächst wird das Furnier rückseitig mit Vlies kaschiert und seine Oberfläche plan geschliffen. Im Verbund mit einer PC-Folie kann es dann 3D-verformt werden. Der folgende IML-Prozess liefert endbehandelte Teile mit geschützter Echtholz-Oberfläche, variablem Glanzgrad und fühlbarer Maserung.

 

 Vorteile:

- 3D-Verformung (Echtholz!)

- Versiegelung der Oberfläche

- komplettes Teil mit dem Spritzguss

- Gewichtsersparnis

folioPlate

Das neue Geheimnis partiellen Verchromens:            Im IML-Prozess wird eine galvanisierbare Folie verformt, gestanzt und mit nicht beschichtbarem Kunststoff hinterspritzt. Im folgenden Galvanikbad lagert sich das Metall nur an der Folie ab, der restliche Teilekörper bleibt frei. Zählbarer Vorteil: 2K-Werkzeuge und aufwändige Maskiertechnik werden überflüssig.

 

 Vorteile:

- Cool Touch

- kein Maskieren oder 2K-Verfahren

- Variantenvielfalt durch Folienoberfläche

- Reduzierung typischer Fehlerbilder

Wirelution

 

Vorteile:

- Gewichtsersparnis

- Umlenkradius kleiner als bei Stahlseil, daher mehr Designfreiheit

(z.B. bei Klappbildschirmen, Fensterheber)

 

Zugegeben: Kunststoff Helmbrechts ist als Oberflächenspezialist bekannt. Mit geballter Technikkompetenz findet das KH-Team manchmal aber auch in ganz anderen Bereichen innovative Lösungen. Zum Beispiel „wirelution®“, ein High-Tech-Seil mit angespritzten Kunststoffelementen, das künftig Drahtseile in technischen Anwendungen ersetzen soll.

 

Die Vorteile liegen auf der Hand: Ein Synthetikseil hat geringere Umlenkradien als ein Drahtseil, es wiegt weniger, korrodiert nicht und ist wesentlich robuster gegenüber Biegewechseln. Aus diesem Grund wünschte sich ein Kunde aus dem Automotivebereich für seine Anwendung ein Kunststoffseil. Und das KH-Team um Projektleiter Michele Ettorre begann zu entwickeln. Mit der Firma Liros sitzt ein ausgewiesener Experte für Seile und Taue nur gut 20 km von Helmbrechts entfernt. Gemeinsam testete man verschiedene Seilmaterialien, Kunststoffe und Verbindungslösungen. Ziel war eine kraftschlüssige Verbindung zwischen Seil und Kunststoff.

 

Bislang werden mit Kunststoff umspritzte Seile lediglich im Dekobereich eingesetzt (z.B. als Perlenvorhang). Seil und Perlen sind hier keinen besonderen Anforderungen ausgesetzt. Wirelution benötigte erheblich höhere Werte in Abzugs- und Bruchfestigkeit.

 

Beim einfachen Umspritzen des Seiles erreichten die Kunststoffelemente nur etwa 5% der Bruchlast des Seiles von 1600N. Deshalb entwickelte das KH-Team ein inzwischen patentiertes Verfahren mit zwei Metallstiften und einem zweistufigen Spritzprozess. Auf diese Weise werden die Halteelemente sicher fixiert. Erst bei 400N beginnt der Nippel sich leicht zu bewegen, 700N braucht es für die Zerstörung von wirelution.

 

In Feldversuchen will das KH-Team nun seine Erkenntnisse über wirelution verfestigen. Man erwartet zudem interessante (Entwicklungs-) Projekte. Gerade im Car-Interior sind viele Funktionen (z. B. Fensterheber und Klappbildschirme) auf engstem Raum gefordert.

                

Erst zwei Drahtstifte...

dann zwei Scheiben...am Ende das fertige Teil.

   

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